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Die Brücke ins Reich der Fantasie

Je früher sich Kinder mit Büchern beschäftigen, desto größer wird später der Spaß daran sein. Wie Eltern die Liebe zum Lesen fördern – und warum Vorlesen dabei so wichtig ist.

Mehr Nähe geht kaum: Die intime Situation des Vorlesens verschafft dem Kind das Gefühl von Geborgenheit – die richtige Voraussetzung, um im Buch neue Welten zu erleben.

Mal ehrlich: Sind Bücher nicht irgendwie total out? Gibt man sich nicht automatisch als Mitglied der Generation 40 Plus zu erkennen, wenn man lieber in einem Buch liest, statt seine Freizeit mit Konsolendaddeln zu verbringen? Die Antwort lautet: Ja, aber. Ja, weil es natürlich das Vorrecht der Jugend ist, Goethe und Schiller noch nicht zu kennen, die Unterschiede zwischen Nintendo DS und der Playstation hingegen genau erklären zu können. Aber, weil auch im digitalen Zeitalter gelesen wird, und zwar nicht zu knapp. Im Gegenteil: Nicht nur die deutsche Verlagsbranche brüstet sich in jedem Bücherherbst mit einer weiteren Rekordzahl neu erschienener Titel.

Wichtig ist der Überblick

Das entscheidende Stichwort heißt Medienkompetenz. Sie wird umso wichtiger, je vielschichtiger und verwirrender die Vielfalt der Medien und Kommunikationsformen in unserer Welt wird. Zumal deren Zahl tendenziell wächst. Denn in der Menschheitsgeschichte ist noch kein Medium völlig verdrängt worden: das Buch nicht durch das Radio, das Radio nicht durch das Fernsehen, und das Fernsehen nicht durch das Internet. Allerdings finden fortwährend Differenzierungen statt. Die Rolle des jeweiligen Mediums ist einem ständigen Wandel unterworfen – und es ist durchaus objektiv nachweisbar, dass sich der Medienwandel in den letzten 20 Jahren deutlich beschleunigt hat. Nun spricht man im Englischen von den heutigen Kindern und Jugendlichen nicht umsonst als „digital natives“, also den „Eingeborenen“ des Digitalzeitalters, in deren Welt es Handy und Computer von Beginn an gab und die, so die mitschwingende Bedeutung, gegenüber den Neuen Medien weder Berührungsängste noch Anpassungsschwierigkeiten kennen. Medienkompetenz ist aber auch für diese Gruppe enorm wichtig – Lesekompetenz ist die Grundlage dafür.


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