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Ein absoluter Vollzeitjob

Tröster, Motivationskünstler, Erzieher: Lehrer leisten viel mehr als nur Stoffvermittlung. Und auch für Eltern werden sie immer wichtiger.

Draußen wird es schon dunkel, als Andrea Dentler Feierabend macht. Heft zu, Schreibtischlicht aus. Die 38-Jährige ist Lehrerin an der Ludwig-Uhland-Schule in Heimsheim bei Pforzheim, doch ein Großteil ihrer Arbeit findet hier, in ihrem Arbeitszimmerzu Hause statt. Gerade hat sich die Grundschullehrerin auf die morgige Gesamtlehrerkonferenz vorbereitet, für die kommenden Elterngespräche Beobachtungen zu ihren 19 Erstklässlern notiert („Leistungsdiagnose, Arbeitsverhalten, Auffälligkeiten“) und Arbeitsblätter gerichtet für die nächsten Mathestunden („Zahlzerlegung von 1 bis 5“). Jetzt ist es 16.20 Uhr. Genug für heute.

Hinter ihr liegen zudem vier Stunden Unterricht, die Beratung einer besorgten Mutter, deren Sohn den Förderunterricht besucht, sowie jede Menge „Schreibkram“, wie Andrea Dentler erzählt. Denn als Fachbereichsleiterin kümmert sie sich auch um die Beschaffung neuer Unterrichtsmaterialien. Hinzu kommt so manche Träne ihrer Schützlinge, die sie getrocknet hat, und ein aufgeschürfter Ellbogen, der ein Pflaster gebraucht hat. Gestresst? „Überhaupt nicht! Mir macht der Beruf immer noch viel Spaß, auch jetzt nach zehn Jahren“, sagt sie gut gelaunt. So wie Andrea Dentler geht es vielen Lehrern in Deutschland: Sie arbeiten engagiert und mit Freude einen ganzen Tag und trotzen durch ihr Beispiel so manchem Vorurteil (siehe nächste Seite).


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