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Gemeinsam flexibler sein

Wie Elternnetzwerke in Betrieben funktionieren und welche Wünsche und Ideen Eltern haben, am Beispiel: Henkel.

Wie kann die Kinderbetreuung auch nachmittags nach der Schule klappen? Lohnt es sich, ein Büro einzurichten, in das Eltern ihre Kinder mitnehmen können, falls sich niemand zur Betreuung findet? Bei Henkel in Düsseldorf gibt es seit einigen Monaten ein Elternnetzwerk, das solche Fragen diskutiert.

Drei Arbeitsgruppen

„Wir wollten damit vor allem Väter einbeziehen“, erklärt Astrid Bosten vom Diversity Management, Mitinitiatorin des Netzwerks. „Denn für Frauen in Führungspositionen gibt es bei Henkel schon ein eigenes Netzwerk.“ Bei einer Auftaktveranstaltung konnten Eltern sagen, was ihnen fehlt: Vor allem eine Betreuungsmöglichkeit für Grundschulkinder. „Wir haben für jüngere Kinder ein sehr gutes Betreuungssystem. In den zwei betriebseigenen Kitas können sie bis um 18 Uhr bleiben“, sagt Astrid Bosten. Jetzt hat sich innerhalb des Elternnetzwerks eine Arbeitsgruppe gebildet, die über Angebote für die Sechs- bis Zehnjährigen nachdenken will. Mögliche Lösungen werden in der Arbeitsgruppe in regelmäßigen Treffen diskutiert. Und zwar jeder Vorschlag: Von der Tagesmutter, die die Betreuung übernimmt, über Kooperationen mit Schulen im Umfeld des Betriebs bis zur eigenen Privatschule, die ganz nach den Vorstellungen der beschäftigten Eltern funktioniert. Ob sich eine der Ideen verwirklichen lässt? Das ist zunächst nebensächlich. Vor allem ist es gut, dass sich Eltern mit ähnlichen Problemen gefunden haben: So können sie sich auch gegenseitig helfen. „Ein Elternnetzwerk schafft die Möglichkeit für junge Mütter und Väter, offen anzusprechen, welche Vorstellungen über die Organisation ihrer Arbeitszeit und welche Erwartungen an ihren Arbeitgeber sie wirklich haben“, sagt Anke Meier, Leiterin des Bereichs Diversity & Inclusion (Vielfalt und Einbindung) bei Henkel.

Verschiedene Modelle

Klar, dass das Thema Arbeitsorganisation auch eine große Rolle im Elternnetzwerk spielt: Eine zweite Arbeitsgruppe beschäftigt sich daher ausschließlich mit jeder Art von flexiblen Arbeitszeitmodellen. „Da gibt es bei uns im Hause auch schon viele gut funktionierende Beispiele, beispielsweise ist es möglich, frühmorgens von zu Hause aus zu arbeiten. Wer sich für einen flexiblen Arbeitsplatz interessiert, muss das aber mit seinem direkten Vorgesetzten im Einzelfall absprechen“, erklärt Astrid Bosten.


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