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Hallo Welt, weißt du was?

Das Internet vergisst nie. Aber wie schütze ich mein Kind davor, zu viel von sich preiszugeben? Sieben Regeln für Datenschutz im Netz.

Nennen Sie mir Ihren Namen, und ich finde jede Menge über Sie heraus. Ernsthaft. Hobbys, Wohnort, Beruf, Werdegang, in welchem Verein Sie Mitglied sind, welche Schule Sie besucht haben, wer Ihre Freunde sind. Das Internet macht’s möglich. Aber wie schützt man sich und insbesondere seine Kinder davor? Heute sind 86 Prozent der Zwölf- bis 13-Jährigen online, fast die Hälfte (46 Prozent) nutzt soziale Netzwerke – das ergab die KIM-Studie 2008, eine Untersuchung des Medienpädagogischen Forschungsverbundes zum Stellenwert der Medien im Alltag von Kindern. Sie zeigt, wie wichtig Medienkompetenz für unseren Nachwuchs ist. Dazu gehört ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Netz, angemessener Respekt vor der Sache und vernünftige Vorsicht beim Surfen, damit nicht zu viele Infos ins Netz gelangen. Die wichtigsten sieben Regeln für mehr Sicherheit:

1. Persönliche Daten schützen

Angaben, die Kinder niemals machen sollten: vollständiger Name, Adresse, Telefonnummer, Handynummer. Solche Informationen sind in der Onlinewelt der Kinder ohne Banking, Shopping und dergleichen ohnehin nicht vonnöten. Kinder müssen wissen: was einmal im Internet steht, ist kaum mehr zurückzuholen. Einmal online gestellt, ist es für immer auffindbar – sogar dann, wenn Daten, Fotos oder Accounts wieder gelöscht werden. Walter Staufer ist Referent im Medienkompetenzbereich der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien in Bonn. Er sagt: „Geben Sie nur das preis, von dem Sie auch wollen, dass es jeder weiß. Genauso gut könnten Sie die Information an die Supermarkttür heften. Wer sich das klarmacht, ist mit persönlichen Angaben vorsichtiger.“ Obwohl sich viele Angebote an Kinder richten, heißt das nicht, dass sie kindgerecht sind. Walter Staufer rät allen Eltern: „Machen Sie Ihren Kindern die Risiken des Internets verständlich und geben Sie ihnen zugleich verbindliche Verhaltensregeln.“ Auf jeden Fall sollten Eltern bei den ersten Schritten helfen und Anmeldung und Registrierung mit dem Kind zusammen durchführen. Erklären Sie, worauf zu achten ist: Der Benutzername (Nickname) sollte frei erfunden sein. Schlecht sind Bestandteile des eigenen Namens mit Alter oder Geburtsjahr. Sich also lieber „Ansichtssache“ nennen als „Sebastian13“ oder „Julia_Hamburg“.


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