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Per Mausklick neue Welten entdecken

Ab welchem Alter Kinder wirklich einen eigenen Computer brauchen
Wie Eltern dafür sorgen, dass die Zeit vor dem Bildschirm im Rahmen bleibt – und sicher ist.

Was die „neuen Medien“ (die so neu ja auch nicht mehr sind) betrifft, sind heutige Eltern zwiegespalten: Einerseits wollen sie, dass ihr Kind mit seinen Altersgenossen mithalten kann – gerade im Umgang mit dem Computer – andererseits haben sie die Befürchtung, dass ihr Kind zu viel Zeit damit verbringt und nicht-altersgemäßen Inhalten im Netz begegnet. Zudem sind Eltern, die oft erst als Jugendliche mit Computern in Berührung gekommen sind, oft unsicher, inwieweit sie den kindlichen Wünschen (die unweigerlich kommen werden) nach einem eigenen Rechner entgegenkommen sollen. Lesen Sie, was Experten in Sachen Anschaffung und Ausstattung empfehlen und wie Eltern die Entdeckungsreisen ihres Kindes ins Web und in Spielewelten begleiten sollten.

Altersgerechte Nutzung

Auf die Inhalte kommt es an: Kein Fünf oder Sechsjähriger nimmt Schaden, wenn er etwa die lustigen Spiele auf der Website der „Sendung mit der Maus“ spielt. Sinnvoll sind solche „Fingerübungen“ am Computer natürlich erst, wenn das Kind die dafür erforderliche Feinmotorik beherrscht. Aber man kann sich fast darauf verlassen: Ist diese altersgemäß entwickelt, wird das Kind binnen Kurzem seine Eltern ausstechen, wenn es um die Geschicklichkeit bei Mausklicks, Aufklappmenüs und Steuerungsbefehlen geht. Klar ist aber: Die erste Computerzeit findet gemeinsam mit einem Erwachsenen statt. In Stufe 2 erlaubt man dann eine selbstständige Nutzung des Familiencomputers – und erst danach kann es darum gehen, einen Rechner im Kinderzimmer zu installieren. Natürlich liegt es in der Verantwortung der Eltern, darauf zu achten, womit sich ihr Kind am Rechner beschäftigt. Die gute Nachricht: Inzwischen gibt es ein sehr großes Angebot an guten Spielen und sinnvoller Lernsoftware, die sich speziell an Computeranfänger richtet. Die Kombination aus beidem hat positive Effekte: Die Konzentrationsfähigkeit wird gestärkt, logisches Denken gefördert – und nebenbei vermitteln Lernspiele eben auch noch jede Menge Wissen. Dabei ist es keineswegs notwendig, die Software in jedem Fall zu kaufen: Praktisch alle öffentlichen Büchereien verfügen über einen gewissen Bestand an Lern- und unterhaltenden Spielen; in einer guten Mediothek ist das Personal außerdem in der Lage, bei der Auswahl zu beraten. Ein weiterer Anhaltspunkt bei Spielenist die Altersfreigabe der USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle), die allerdings keine Empfehlung darstellt. Diese Funktion erfüllt die PEGI (Pan European Game Infomation). Beide Angaben sind prominent auf der Vorderseite der Verpackung abgedruckt. Auch die Websites www.usk.de und www.pegi.info geben dank der Suchfunktion einen schnellen Überblick darüber, welche Titel für welches Alter infrage kommen.


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