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Spaß garantiert? Mit Kindern im Kino

• Welche Filme wirklich für kleine Kinogänger geeignet sind
• Wie sich Familien nicht im „falschen Film“ wiederfinden
• Wie Eltern den Kinobesuch optimal vor- und nachbereiten

Ein Boulevardreporter verliebt sich in eine süße Kindergärtnerin und ändert sein Leben – das ist der Stoff, aus dem Familienfilme gemacht sind. Oder? Als kurz vor Weihnachten 2007 Til Schweigers Komödie „Keinohrhasen“ mit einer offiziellen Altersfreigabe ab 6 Jahren startete, suchten sich viele Familien diesen Film für einen netten Kinonachmittag aus. Was sie dann aber zu hören bekamen, schockierte nicht wenige Mütter und Väter: Im Lauf der Handlung wird sehr freizügig über sexuelle Gepflogenheiten diskutiert, und wer nicht in die Verlegenheit kommen wollte, seinem Siebenjährigen nach Ende des Films Detailfragen zum Oralverkehr beantworten zu müssen, tat gut daran, dem Kind Ohren und Augen zuzuhalten und den Kinosaal vorzeitig zu verlassen.

Die Affäre „Keinohrhasen“ schlug Wellen, wurde zum Thema in Politik und Medien – und schließlich musste die Filmbewertungsstelle FSK (siehe Infokasten) eingestehen, es sei „nicht auszuschließen, dass derbe und sexualisierte Wörter und Begriffe Kinder irritierten und verstörten.“ Fünf Wochen nach Filmstart wurde die Altersfreigabe dann auf 12 Jahre heraufgesetzt.

ALTERSFREIGABEN

Was ist die FSK?

Jeder Film, der in Deutschland ins Kino kommt oder auf DVD erscheint, wird von der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) geprüft. Die FSK beschäftigt 280 ehrenamtliche Prüfer. Jeweils zu siebt bilden die Prüfer, Menschen aus allen möglichen Berufsgruppen und Gesellschaftsschichten, einen Ausschuss, der sich die vorgelegten Filme anschaut, darüber diskutiert und schließlich in einer Abstimmung die Altersfreigabe festlegt. Es sind die unterschiedlichsten Kriterien, die bei der Entscheidung eine Rolle spielen. Natürlich geht es grundsätzlich darum, jugendgefährdende Inhalte wie Gewaltszenen und Pornografie auszusieben; aber bei einer Einstufung „ohne Altersbeschränkung“ geht es auch darum, ob die fiktionale Handlung, etwa durch dunkle Kulissen, schnelle Schnittfolge, einen hohen Geräuschpegel oder bedrohlich wirkende Musik, kleine Kinder überfordern könnte.


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