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Unser Haus: So wird der Wunsch wahr

Die Frage, die sich angesichts niedriger Zinsen viele Familien stellen: Mieter bleiben oder Eigentümer werden? Wir zeigen, für wen sich der Schritt zum Immobilienbesitz lohnt.

Weiterhin mieten oder doch eine Eigentumswohnung oder ein Haus kaufen? Vor dieser Frage stehen junge Eltern, die durch den Familienzuwachs einen größeren Platzbedarf haben, ohnehin. Doch durch die aktuelle Niedrigzinsphase rückt der Traum von den eigenen vier Wänden plötzlich auch für viele in greifbare Nähe, die sich zu anderen Zeiten gar nicht erst mit dem Thema Wohneigentum beschäftigt hätten. Natürlich ist die Vorstellung attraktiv, zum Preis der monatlichen Miete einen Kredit abzuzahlen und am Ende als Eigentümer einer Immobilie dazustehen; als Alterssicherung ist das Eigenheim nach wie vor die beste Variante. Aber weiterhin gilt: Man muss es sich leisten können.

Kaufpreis und Nebenkosten kalkulieren

Infolge der weltweiten Finanzkrise sind Kreditangebote ohne Eigenkapital, die vor wenigen Jahren noch sehr offensiv beworben wurden, selten geworden; eine Entwicklung, die Jörg Sahr, Experte für Bauen und Wohnen bei der Stiftung Warentest, ausdrücklich begrüßt. Denn, so erklärt er: „Einen Kredit ohne Eigenkapital kann man allenfalls im Ausnahmefall empfehlen, allein schon, weil die Kreditraten höher liegen und sich Banken das höhere Risiko mit deftigen Zinsaufschlägen bezahlen lassen.“

Dass das Eigenkapital zu einem niedrigeren Kreditzins führt, ist aber fast nur ein Nebeneffekt: Das Entscheidende ist seine Funktion als Sicherheitspuffer. Selbst im schlimmsten Fall – wenn man in wirtschaftliche Not gerät, den Kredit nicht länger bedienen kann und gezwungen ist, die noch nicht abbezahlte Immobilie zu verkaufen – mindert ausreichendes Eigenkapital das Risiko, beim Hausverkauf trotz des Erlöses auf einem Schuldenberg sitzen zu bleiben. „Es gibt eine bewährte Faustregel“, erklärt Sahr: „Das Eigenkapitel sollte 20 Prozent des Kaufpreises und zusätzlich die Kaufnebenkosten abdecken.“ Meist liegen die Nebenkosten zwischen 5 und 15 Prozent des Kaufpreises.

Klug handelt, wer schon beim Kauf auch auf die laufenden Nebenkosten achtet und einkalkuliert, dass in den kommenden Jahren mit höheren Kosten für Strom, Öl und Gas gerechnet werden muss. Steigende Energiekosten betreffen Mieter und Eigentümer natürlich gleichermaßen; der Eigentümer muss aber, im Gegensatz zum Mieter, Unterhaltungskosten tragen und daher für künftige Renovierungen Mittel auf die Seite legen.


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