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Wenn Kinder Kinder ärgern

- Mobbing beginnt oft schon in der Grundschule
- Jedes Kind kann davon betroffen sein
- Wie sich Lehrer, Eltern und Schüler dem Problem stellen – und Kinder stark werden

Kein Kind muss alle anderen mögen oder von allen anderen gemocht werden. Es ist nun mal so: Bestimmte Kinder sind beliebter als andere, manche werden überwiegend abgelehnt und entwickeln sich zum Außenseiter; das ist natürlich nicht schön – es ist aber noch kein Mobbing. Wenn jedoch ein Kind aktiv, gezielt und wiederholt von anderen schikaniert wird, so ist das ein inakzeptables Verhalten, das keinesfalls unterschätzt werden darf und möglichst rasch unterbunden werden muss. Der Erziehungsexperte, ehemalige Lehrer und Autor Dr. Karl Gebauer („Mobbing in der Schule“, Beltz, 12,95 Euro) sagt: „Mobbing hat eine besondere Struktur: Es gruppieren sich um einen Täter aktive Mitläufer, die Aktionen laufen so ab, dass sie meistens von allen Schülern der Klasse wahrgenommen werden, aber nicht von den Lehrern. Und wenn die Lehrkräfte die Vorgänge nicht durchschauen und nicht eingreifen, kann sich ein Täter im Extremfall alles erlauben.“ Wer wann und warum zum Opfer wird, ist oft kaum nachvollziehbar – und es passiert oft einfach zufällig: Die hübsche, intelligente Klassensprecherin oder das lustige Sportass kann ebenso davon betroffen sein wie die schüchterne Einserschülerin oder der zurückhaltende Comicfan. Manchmal, so hart es auch klingt, ist ein Kind einfach zum falschen Zeitpunkt am falschen Ort.


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