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Wo kommen die kleinen Kinder her?

Schon für Kleinkinder ist der eigene Körper ein spannendes Forschungsgebiet – ihre Neugier erstreckt sich auch auf die Sexualität. So leisten Sie behutsam erste Aufklärung.

Der Klapperstorch hat ausgedient, Bienchen und Blümchen ebenso. Auf solche Erklärungsversuche lassen sich heute selbst die meisten Kindergartenkinder nicht mehr ein – stattdessen konfrontieren die Steppkes ihre Eltern, oft viel eher, als von denen erwartet, mit zum Teil schon sehr konkreten Fragen zum Thema Sexualität. Der Klassiker „Mama, wo komm’ ich eigentlich her?“ gehört natürlich nach wie vor dazu. Alle Vorgänge rund um die Geburt sind naheliegenderweise von brennendem Interesse, sobald sich ein stabiles Ich-Bewusstsein herausgebildet hat. Eltern fühlen auch heute noch eine gewisse Scheu, auf derartige Fragen offen zu antworten. Dabei ist es am besten, mit dem einstigen Tabuthema ganz entspannt umzugehen.

Sagt mal, Mama und Papa – wo kommen die kleinen Kinder her?

Die Kinder wachsen im Bauch der Frau und kommen bei der Geburt heraus – mit dieser Auskunft geben sich die Kleinsten meist zufrieden; Einzelheiten können später folgen. Prof. Bettina Schuhrke von der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, Soziologin mit dem Schwerpunkt Sexualforschung, sagt: „Die Frage ist bei kleinen Kindern reine Neugier. Sie nehmen den sexuellen Bereich noch nicht als etwas Besonderes wahr.“

Mami, warum ist dein Bauch so dick?

Es gibt für Kinder kaum etwas Spannenderes als kleine Geschwister, auch schon vor der Geburt. „Da warst du auch mal drin, und wenn du gestrampelt hast, habe ich dich gestreichelt“ – so lässt sich die Erklärung für Mamas seltsame Körperform auch in das eigene Erleben des Kindes integrieren, wie der Hamburger Psychologe Michael Thiel sagt. „Kinder sind besonders an dem interessiert, was sie auch selbst direkt betrifft.“

Und wie kommt das Kind in den Bauch rein?

Solche Nachfragen abzublocken, macht die Kleinen nur noch neugieriger. Biologische Details braucht man darum nicht auszubreiten – es reicht zu erklären, dass ein Kind entsteht, wenn die Eltern sich sehr lieb haben und schmusen. Bettina Schuhrke: „Man sollte einen positiven Bezug zum Thema herstellen. Liebe und Zuneigung sind in diesem Zusammenhang die Begriffe, die Kinder am ehesten verstehen.


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